Ausflug nach Gibraltar
Meine Reise nach Gibraltar (über Marbella an der Costa del Sol) begann vom Flughafen Malaga aus, auf dem – nicht zuletzt durch die vielen Charterflüge aus ganz Europa – im Jahr rund 13 Millionen Passagiere landen. Der Flughafen soll um eine zweite Start- und Landebahn erweitert werden. Ein zusätzliches Terminal wird zur Zeit gebaut. Nachdem ich Malaga besichtigt hatte, fuhr ich mit einem der zahlreich verkehrenden Busse nach Marbella – vorbei an den schon in den 50er Jahren eilig hochgezogenen Hotelburgen, die mit dem aufkommenden Massentourismus die einstmals ruhigen Fischerdörfchen wie z. B. Torremolinos fast völlig überrollten. Die Stars und Möchtegernstars, die damals die Gegend bevölkerten, haben sich mittlerweile längst an attraktivere Plätze verzogen.

Eine Straße quert die Runway des Flughafens von Gibraltar
Der Bus hält am Stadtrand von Marbella in der Nähe der Schnellstraße Malaga – Algeciras. Von hier aus erreicht man die Strandpromenade zu Fuß in etwa 15 Minuten. Ich übernachtete im Hotel El Tanador – von außen ein nüchterner Bau aus den 60er Jahren, innen aber überraschend hübsch renoviert. Ein Bummel durch den historischen Ortskern lohnt sich auf alle Fälle.
Natürlich wollte ich auch vor allem die britische Kolonie Gibraltar besuchen. Also fuhr ich mit dem Bus nach La Linea, von wo aus man zu Fuß über die Grenze gehen kann. Dort findet man den vielleicht interessantesten Flughafen Europas, den eine Straße mit Bürgersteigen überquert. Der Verkehr wird mittels Ampel geregelt, das heißt wenn ein Flugzeug startet oder landet, werden die Autos und Fußgänger angehalten. Ist das Flugzeug weg, darf der öffentliche Straßenverkehr ohne jede Kontrolle wieder über das Flugfeld rollen. Meine nächste Reise nach Gibraltar werde ich bestimmt über diesen interessanten Flughafen machen, den man von London aus mit Easyjet erreicht.

Fußgängerzone in Gibraltar
Durch ausgedehnte Aufschüttungen an der Meeresküste versucht man in Gibraltar, die beschränkte Fläche etwas zu erweitern. Eine besondere Sehenswürdigkeit ist der freistehende große Fels, den man per Seilbahn erreicht. Von hier aus kann man bei gutem Wetter sogar nach Afrika hinüberschauen. Gibraltar hat noch eine Besonderheit ganz anderer Art zu bieten: Hier gibt es die einzigen frei lebenden Affen Europas. Die Tiere sind aber alles andere als scheu und wissen die Vorteile des Tourismus raffiniert zu nutzen. Wenn die Gäste nicht ständig auf der Hut sind, wechselt hier so mancher interessante Gegenstand rasch und für immer den Besitzer.
Gibraltar – ich komme bald wieder.
Noch keine Kommentare