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Lange Anreise nach Wien

Zwar etwas kühl für die Jahreszeit war es, als ich zusammen mit meiner Frau Anfang Juni für drei Tage nach Wien flog, aber wir haben den Aufenthalt in der wunderschönen Stadt sehr genossen. Vor das Vergnügen hatten die Götter aber eine lange Anreise gesetzt.

Germanwings, mit der wir bisher bei rechtzeitiger Buchung immer am günstigsten geflogen waren, erhebt neuerdings eine Gepäckgebühr und ist daher nicht mehr ganz so attraktiv. So versuchten wir es diesmal mit Austrian Airlines. Austrian Airlines fliegt mehrmals täglich von Stuttgart nach Wien. So glaubten wir, uns die Abflugzeit nach Wunsch aussuchen zu können.

Um 8.10 Uhr sollte das Boarding für den 8.30-Uhr-Flug OS178 der Tyrolean unter dem Markennamen Austrian Arrows mit einem Canadair Regional Jet 200 beginnen. Die Maschine war zwar schon in Stuttgart, hatte aber angeblich ein technisches Problem. Später sahen wir auf der rechten Seite der Pilotenkanzel einen tiefen Riss am Fenster, der möglicherweise vom Aufprall eines Vogels herrührte. Trotzdem fuhr uns der Bus gegen 8.40 Uhr zu dem Flugzeug, an dem sich mehrere Techniker der Lufthansa zu schaffen machten. Wir mussten also einige Zeit im Bus warten. Da wenige Tage vorher der Airbus A330 der Air France in den Atlantik gestürzt war, hatten wir ein etwas mulmiges Gefühl. Dann eröffnete man uns, der Flug sei storniert worden.

Es ging also wieder zum Terminal, wo meine Frau die Koffer entgegennahm. Ich wollte gleich am Lufthansa Ticket Counter die Flüge für eine Umsteigeverbindung über einen anderen Flughafen umbuchen lassen. Das ging aber leider nicht, sondern man schickte uns zum nächsten Austrian-Flug um 11.35 Uhr direkt nach Wien.

Inzwischen beschäftigten wir uns mit der Einlösung der Verzehrgutscheine, was nicht ganz einfach war. Da wir keine Lust auf den Burger King hatten, wollten wir bei der Bäckerei Treiber einkaufen. Dort akzeptierte man aber den Lufthansa-Gutschein nicht. So besorgten wir uns schließlich im SPAR-Markt Süßigkeiten.

Zurück am Gate wartete die nächste Überraschung auf uns: Der Abflug sollte sich um eine halbe Stunde verzögern. In Wirklichkeit wurde daraus ein ganze Stunde und die Fokker 100 war gegen 12.30 Uhr endlich in der Luft. Der Austausch des Flugzeugs und die erneute Verspätung wurden damit begründet, dass die Passagiere des vorher ausgefallenen Fluges noch aufgenommen werden mussten. Dafür konnten wir zum guten Schluss sogar ohne Warteschleife landen, was in Wien nicht selbstverständlich ist. Auch das Gepäck bekamen wir ziemlich schnell.

Wien hat uns dann für die mühevolle Anreise reichlich entschädigt.

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